Dr Mäntig (II): Luzern meets Basel (again)

6. März 2017 | Von | Bilder: André Auderset | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Eine Gugge, ein Wagen und ein Tambourenverein aus Luzern am Cortège – geht ja gar nicht, oder? Doch geht! Und war saulustig! Die Luzerner ehrten die Basler als Donatoren ihrer Guggenmusiken – zuerst letzte Woche in ihrer Heimatstadt und jetzt am Rhein.

Wie bei so vielem – im Leben wie an der Fasnacht – braucht es einen Zufall, damit etwas sehr Lustiges zustande kommt. Da begab sich eine Delegation der Luzerner Fasnacht im Vorfeld nach Basel, um sich über die dortigen Gepflogenheiten zu informieren, denn sie wollten an ihrer Fasnacht das Jubiläum „70 Jahre Guggenmusik“ ausspielen, und die hatten nachgewiesenermassen die Basler in die Zentralschweiz gebracht.

Als die Gruppe bei ihrer Stadtführung mit Maja Reichenbach vor dem Lokal des Fasnachts-Comité Station machten, kam per Zufall dort gerade der Drummeli-Verantwortliche André Schaad zur Türe heraus, und der wollte natürlich wissen, was da abgeht. Ihm wurde erklärt – er fand es toll – man beschloss, die Verbindung weiter zu knüpfen – und so geschah es. Die Luzerner nahmen an diversen Veranstaltungen hier teil, und eine Delegation des Comité begab sich am Güdismäntig vom Rhein an die Reuss und sah Erstaunliches:

Als Dank dafür, dass 1947 der Fasnachtsvirus von Basel nach Luzern exportiert worden war, kleideten sich die «Rüüsgusler» dieses Jahr in traditionelle Basler Fasnachts-Kostüme. Tambourmajor Romeo Steffen zum Beispiel schwang seinen Stab als Alte Dante. Und auch die Wagengruppe «Nostradamus» und der Luzerner Tambourenverein kleideten sich als Blätzlibajass, Waggis oder Dummpeter. Alle drei Gruppen liefen so zusammen im Zug. Die Basler Delegation unter Comité-Obmann Christoph Bürgin liess sich da nicht lumpen und ehrte das Trio mit je einer Original-Zugsplakette.

Heute also der Gegenbesuch: Rüüsgusler, Nostradamus und der Luzerner Tambourenverein liefen die Route gemeinsam mit der Schnäderänte Clique, die ebenfalls auf ein 70-Jahre-Jubiläum zurückblicken darf. Diese Verbindung konnte SRF-Moderator Marco Thomann knüpfen, der per Zufall einen dieser Wagenclique kannte. Eben: Wenn der Zufall gut spielt, dann sich Grossartiges ereignen.

Die Stimmung war schon vor dem Abmarsch am Wettsteinplatz grossartig, wie die Bilder verraten: