Schnitzelbänke singen für rumänische Heimkinder

27. Februar 2017 | Von | Kategorie: e Hampfle Räppli

Achtzehn Stunden nach Vorverkaufbeginn war der letzte Platz weg: Zum vierten Mal singen Top-Schnitzelbänke am Aschermittwoch für das Projekt Verseni.ch von Basler Jugendlichen, das in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert.

Die Kleider der rumänischen Heimkinder sind ebenso bunt wie die von Basler Fasnächtlern. Da hören die Ähnlichkeiten aber bereits auf: Die Heimkinder tragen ihre Kleider nicht nur drei Tage lang, sondern fast das ganze Jahr über. Ihre Kleider sind nicht massgeschneidert, und ein Schnitzelbankkostüm kostet etwa so viel wie drei Jahres-Kleiderbudgets eines Heimkindes.

Seit 20 Jahren fahren Jugendliche aus der Region Basel jeweils im Sommer nach Verseni in den Nordosten Rumäniens, um dort im lokalen Kinderheim ein Freizeitprogramm für die Heimkinder zu gestalten. Das Geld für die Reise organisieren sich die Jugendlichen selber – mit Aktionen wie dem Schnitzelbank-Benefiz-Abend.

„Die Gäste erleben einen tollen Abend und unterstützen damit ein soziales Projekt. Wir können von unserer Arbeit in Rumänien berichten, und die Schnitzelbänkler können kurz vor der Fasnacht vor einem interessierten Publikum ihre Verse testen“, sagt Alessia Ramseier, die Initiantin dieses ungewöhnlichen Benefiz-Anlasses.

Die Rechnung geht auf: wie die Jahre davor ist der Abend restlos ausverkauft. Bereits unmittelbar nach dem letzten Schnitzelbank-Abend gab es dutzende von Anfragen.

Dieses Jahr singen im Keller der Stainlemer Alti Garde folgende Bänke: Dr Fäärimaa, D Brunzguttere (Bild), dr Peperoni, dr Schyynhailig, Anneli und Hansli, s Schunggebegräbnis und d Stächpalme.

Die Einnahmen werden für das Engagement der Jugendlichen im Kinderheim Verseni im Nordosten von Rumänien verwendet. Die Jugendlichen werden mit Clips zeigen, was sich im Kinderheim Verseni seit 20 Jahren verändert hat – und was immer noch gleich ist.