Fasnacht 2017 (III): Solo für den Schnitzelbangg!

17. Februar 2017 | Von | Bilder: André Auderset | Kategorie: Kurz & bündig

Allein bei den „organisierten“ Schnitzelbänken sind über 60 Formationen an der kommenden Fasnacht auf der Route. Es wird also eng werden in den bekannten Auftrittslokalen in der Innerstadt. Und wer beim Schnitzelbangg-Comité ein Ticket für den Abend im Stadttheater oder Schauspielhaus gekauft hat, der sollte sich nicht auf die aufgedruckte Anfangszeit verlassen…

An der Medienkonferenz des Fasnachts-Comités werden traditionell auch die Vertreter der fünf Schnitzelbangg-Gesellschaften dazu gebeten. So referierten Urs von Felten für die Bebbi Bängg (die sich selber nicht als Gesellschaft sieht), Heinz Studer für die VSG, Silvan Flury für die Basler Schnitzelbangg Gesellschaft BSG und der neue Obmaa der «Bängg fir Basel», Andi Voirol. Die vier Obleute berichteten über den Zustand ihrer Gesellschaften, über die Neuzugänge und über die eine oder andere Aktion. So rapportiere die VSG, dass sie 111 Jahre alt seien und für die Hotelschiff-Gäste von Thurgau Travel beim St. Johann vortragen werden. Ein weiteres Highlight wird wohl die Referenz der 9 Bebbi-Bängg-Formationen an Präsident Trump sein. Unter dem Motto: «Bebbi Bängg Fööörst» treten sie alle in ihrem traditionellen Goschdym, aber mit einer Trump-Larve. Nur das Rollaator-Rösli wird – ihrem Geschlecht schuldend – eine Melanie-Trump-Larve aufsetzen… Die BSG wird mit 12 Formationen an den Start gehen und auch die «Bängg fir Basel» werden 8 Formationen auf den Weg schicken. Davon werden sieben auch am Potpurri in der Saffre zu hören sein.

Während sich die vier «kleineren» Gesellschaften auf der Bühne im Keller der Baseldytschen beinahe auf den Schoss hocken mussten, genoss Walo Niedermann, der Obmaa der Comité-Schnitzelbängg ein Solo. Ganz alleine auf der Bühne berichtete er über dies und jenes, was die 28 aktiven Schnitzelbangg-Formationen der grössten Gesellschaft betrifft. Niedermann hatte dann, unter dem Strich, eine gute und eine schlechte Nachricht zu verkünden. Die gute: Das Lokal 1777 im Schmiedenhof 10 wird zum Probelokal der Schnitzelbänggler. Man wolle dort wieder «Schnitzelbängg loose wie friehner» anbieten: Ohne Reservation, ohne Dreigänger,… einfach rein, konsumieren und Bängg loose. Und wenn man genug hat, dann geht man wieder. Niedermanns schlechte Nachricht ist eine peinlich: Auf allen Tickets, die für die Schnitzelbängg-Vorstellungen im Theater und im Schauspielhaus bisher verkauft wurden, wurde eine falsche Anfangszeit aufgedruckt. Diese Abende beginnen allesamt um 19.00 und nicht – wie es auf den Tickets steht – um 19.30. Hoffentlich wird die eine oder andere Comité-Formation den Mut haben, einen Vers über diesen peinlichen Fehler zu dichten…