Fünf vor Vier – Kreatives Nachwuchswerben!

19. Januar 2017 | Von | Kategorie: e Hampfle Räppli

Fünf vor Vier – Eine kreative Aktion der Jungen Garde der  „BASLER DYBLI“

Schon seit bald zehn Jahren bietet die Junge Garde der Basler Dybli die sogenannte „Last-Minute-Fasnacht“ für unschlüssige Newcomer an. FASNACHT.CH guckt näher hin.

Kurz nach dem Jahreswechsel kommt die Medienmitteilung der Basler Dybli Jungi Garde auf den Server geflattert: Frei nach dem Motto von spontanen Last-Minute Ferien, bietet ein Flyer die „Last-Minute-Fasnacht“ an: Anstatt „Buchen – packen – fliegen“ bieten die Basler Dybli Menschen zwischen 7 – 18  Jahren das Programm „Bueche – pagge – Vorwärts Marsch!“ an. Wer sich plötzlich zur Basler Fasnacht hingezogen fühlt, aber keiner Clique angehört, der kann bei der JG der Basler Dybli  spontan einsteigen. Auch der Preis ist „last Minute“-verdächtig: Nur gerade für 100 Franken bekommt der Probefasnächtler so ziemlich alles mit, was zu einer bodenständigen Fasnacht in einer Jungen Garde gehört: Morgestraich-, Zuugs-  und  Zyschtigsgoschdym, Verpflegung an der Fasnacht,  den Bummel und einen Tross Bäärefiehrer an der Fasnacht. Dazu den Versuch einer Fasnachtsfreundschaft mit den andern Mitgliedern der JG  Basler Dybli.

Jenny Hüppi, die Obfrau der JG Basler Dybli erklärt uns die Herkunft dieser Idee. Auch der gemischte Stammverein der Basler Dybli hatte bei der Jungen Garde die hinlänglich bekannten Nachwuchsprobleme. Man stand vor einer Fasnacht mit wirklich sehr wenigen Mitgliedern  bei den Jungen und so fragte man in der nahen Verwandt- und Bekanntschaft, ob noch jemand „kurzfristig“ Fasnacht machen wolle. Dies war der Startschuss zu der Idee, die sich dann Jahr für Jahr entwickelt hat. „In den darauf folgenden Jahren haben die Basler Dybli für die Last-Minute-Fasnächtler extra Goschdym genäht und Larven kaschiert“ berichtet Jenny. „Dann haben wir einen Flyer produziert und die Last-Minute-Fasnacht wurde zu einem Produkt von uns, welches wir seit dann jedes Jahr propagieren“.

Und der Erfolg: „Das ist in jedem Jahr verschieden“, schreibt uns Jenny, „manchmal kommen mehrere, es gab auch schon ein Jahr, wo der Zulauf sehr gering war“. Immerhin: die heutige Junge Garde besteht zur Hälfte aus „Last-Minute-Fasnächtlern“ die bei den Basler Dybli hängen geblieben sind. Das ist eine respektable Quote. Und sie beweist, dass guter Fasnachtsnachwuchs nur gefunden und gehalten werden kann, wenn  persönliche Leidenschaft und Engagement mitspielt.

Wer sind die „typischen“ Last-Minute-Fasnächtler? „Kinder aus der Region, bei denen meistens die Eltern keine Fasnacht mehr machen oder nie gemacht haben“, so Jenny Hüppi. Und kommen auch Kinder mit Migrationshintergrund dazu? „Eher nicht. Es  stammen eigentlich alle aus unserem Kulturkreis“ stellt die Obfrau fest.

FASNACHT.CH hat mit Jenny Hüppi vereinbart, dass wir uns bei  – falls möglich und gewünscht – einem oder einer Probefasnächtler/in  der Basler Dybli ans Hinterrad klemmen und auch an der Fasnacht selber nachfragen, wie denn das geklappt hat in der Jungen Garde.

 

Die Aktion „Lastminute-Fasnacht“ der Basler Dybli Jungi Garde steht für Jugendliche von 7 – 18 Jahren offen, die sich spontan für die Basler Fasnacht 2017 anmelden möchten. Weitere Informationen bei der Obfrau Jenny Hüppi (jg-obfrau@basler-dybli.ch) oder unter www.jungi.basler-dybli.ch/lastminute.