Kinder-Charivari 2015: Fasnachtsstimmung pur

31. Januar 2015 | Von | Bilder: Ivo Birrer | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Das Kinder-Charivari feiert sein 40 Jahre Jubiläum und hat nichts von seiner Attraktivität eingebüsst. Unter dem Titel «d Suechi nach dr magische Larve» ist es den Machern gelungen alle Facetten der Fasnacht fliessend in eine spannende Geschichte um eine verschwundene Larve einzubauen.

Aus Anlass des 40 Jahre Jubiläums überbrachte Kathrin von Bidder Spichty die Glückwünsche des Fasnacht-Comité an Bernhard Stutz, den Obmann des Kinder-Charivari. In einer Laudatio ehrte sie die Verantwortlichen für ihren Einsatz zu Gunsten einer guten Sache und für die Nachwuchsförderung. Für die anwesenden Kinder hätte aber ein einziger Satz und ein Blumenstrauss gereicht, sie wollten endlich die neuste Geschichte des Kinder-Charivari sehen.

Kindercharivari 2015

Kindercharivari 2015

Kindercharivari 2015

Kindercharivari 2015

Kindercharivari 2015

Kindercharivari 2015

Kindercharivari 2015

Kindercharivari 2015

Kindercharivari 2015

Kindercharivari 2015

Kindercharivari 2015

Kindercharivari 2015

Kindercharivari 2015

Kindercharivari 2015

Kindercharivari 2015

Ganz neue Wege wurden beim Einstieg in das Stück gewählt. Im Film auf Grossleinwand konnte man miterleben wie Frau Fasnacht (Lara Schenk) auf Grund einer Absenz im nächsten Jahr, via Zeitungsinserat eine Stellvertretung sucht, welche ihre Amtsgeschäfte wahrnehmen soll. Eine gewisse Aline Roth (Mia Kirsch) meldet sich auf dieses Inserat hin bei Frau Fasnacht – in der Meinung es sei ein Ferienjob.
Sie wird von Willhelm (Etienne Bumann), dem Assistenten von Frau Fasnacht in Empfang genommen. Er selber hätte gerne diesen Job, ist aber (noch) nicht im Fokus von Frau Fasnacht. Als Frau Roth bei einer ersten Besprechung mit Frau Fasnacht meint, dass es am Morgenstreich traditionell Erbsensuppe und Spinatwähe zu essen gäbe, wird schnell klar, dass sie von der Fasnacht keine Ahnung hat. Das sei ja klar, meint Willhelm, sie ist nicht hier aufgewachsen. Frau Fasnacht erklärt Aline, dass sie zum Abschluss eine Prüfung bestehen muss um den Job anzutreten.

Jetzt wechselt das Geschehen von der Leinwand auf die Bühne, wo Frau Fasnacht und Willhelm versuchen Aline die allgemeinen Begriffe der Fasnacht näher zu bringen.
Die Junge Garde der VKB stellt sich auf und aus der Gruppe werden ein Waggis und zwei Ueli vorgestellt. Als Aline die Frage stellt, warum der Dirigent eine Maske trägt und was es mit der Vignette als Abzeichen auf sich hat, wird nochmals allen klar – sie hat keine Ahnung. Aline erhält von Frau Fasnacht ein „Goschdym“, damit sie sich aktiv an der diesjährigen Fasnacht auf die Prüfung vorbereiten kann.

Als Aline und Willhelm auf dem Münstertum den Morgenstreich erwarten und den Cliquen bei der Besammlung zusehen, kommt Frau Fasnacht dazu und übergibt Aline die magische Larve, welche Kraft geben soll. Ein veritabler Morgenstreich, vorgetragen von der Jungen Garde der VKB bringt die richtige Fasnachtsstimmung. Das grossartige Bühnenbild (Christoph Knöll) mit den Laternen vermittelt die richtige Stimmung. Wenn man übrigens die aneinander gereihten Laternen dreht, so hat man im Handumdrehen ein Kulisse welche eine Häuserreihe zeigt und die Bühne wird zum grossen Platz wo jetzt schränzend die Barbarossa Binggis als „Gugge“ einlaufen.

Da taucht plötzlich wieder Frau Fasnacht auf und erkundigt sich bei Willhelm und Aline wie es läuft. Wenn ein „Schyssdräggzigli“ immer noch als „Mischthuffe-Grüppli“ bezeichnet wird, besteht weiterhin Schulungsbedarf. Gleichzeitig bemerkt Aline, dass die magische Larve verschwunden ist – das darf ja nicht wahr sein.

Jetzt erscheint ein „Schnitzelbänggler“ ganz in schwarz und gibt unter der Melodie des „Schwäbischen Eisenbähnle“ seine Verse zum Besten. Er macht sich über Aline lustig und schiesst scharf gegen sie. Die Clique auf der Bühne pfeift ihn aus und zeigt die rote Karte. Sie wollen Aline helfen die verschwundene, magische Larve zu finden.

Ein grossartiges Schlagzeugsolo von Simon Bösch aus der Marimba Schule von Edith Habraken setzt erste Ausrufezeichen nach der Pause. Edith Habraken hat auch erstmals die musikalische Leitung übernommen und das ist spürbar. Verschiedene Szenen sind leise von Xylophon, Glocken oder anderen Klangkörpern untermalt, eine ganz feine Sache.

In der Zwischenzeit finden die Cliquenmitglieder auf der Suche nach der Larve das „Goschdym“ des „Schnitzelbängglers“ und wissen nun welcher Fiesling dahintersteckt.

Dann kommt die grosse Prüfung von Aline durch Frau Fasnacht. Ob sie bestanden hat und warum plötzlich Willhlem bei der Stadtreinigung arbeiten soll und die grosse Frage, ob die magische Larve wieder aufgetaucht ist, lassen wir an dieser Stelle offen.

Es lohnt sich, die Antworten direkt an einer der nächsten Vorstellungen auf der kleinen Bühne des Theater Basel selber einzuholen. Fasnachtsstimmung pur ist garantiert.

Regisseur Arthur Kimmerle, assistiert von Ramona Schwarz ist es hervorragend gelungen, das Ensemble mit 18 Kindern (mit einigen neuen) zu einer Einheit, welche hervorragend funktioniert, zu verschmelzen. Der Text stammt von Christoph Knöll und Jacqueline Christ Knöll unter Mitwirkung von Jugendlichen aus dem Ensemble.

Weitere Mitglieder des Ensemble waren: Lucien Jaskulski, Vanessa Schöpfer, Lorenzo Maiolino, Fiona Benz, Simona Gallacchi, Sereina Weissen, Kidane Syfrig, Mirjam Voltz, Siri Kirsch, Laetitia Bevilacqua, Liana Egloff, Raphael Rüegg, Nicola Linkohr, Maurus Voltz. Für die Kostüme ist Antije Biniasch verantwortlich und als Produktionsassistenz fungierte Patric Straumann.

Mehr Bilder von der Premiere gibt es in der Kindercharivari 2015 Galerie.

KINDER-CHARIVARI 2015: «D Suechi nach dr magische Larve».
Theater Basel, Kleine Bühne. Vorstellungen: Sonntag, 01 Februar, 14.30 Uhr, Samstag, 07. Februar, 14 Uhr und 17 Uhr und Sonntag, 08. Februar 11.00 Uhr und 14.30 Uhr.

Vorverkauf an der Theaterkasse, im Migros Claramärt und im M-Park Dreispitz. Preis pro Ticket Fr. 15.-, mit Familienpass Fr. 12.- (solange Vorrat).

www.kindercharivari.ch