D Kirche isch au dr Fasnachtshimmel

26. Februar 2014 | Von | Kategorie: Nachrichten

Bereits zum 15. Mal findet am Sonntag, 9. März 2014 um 10:30 Uhr ein Fasnachtsgottesdienst in der Offenen Kirche Elisabethen statt. Es immer wieder eine fröhliche, aber auch besinnliche Einstimmung auf die drey scheenschte Dääg mit Piccolos, Schnitzelbänken und besinnlichen Texten.

Seit 150 Jahren gibt es die Elisabethenkirche, seit 20 Jahren die Offene Kirche Elisabethen und seit 15 Jahren wird in dieser Kirche am Sonntag vor dem Morgenstreich der Fasnachtsgottesdienst gefeiert.

Fasnachtsgottesdienst, das sind Emotionen pur, das ist Mummenschanz und Totentanz, jubilierende Piccolos, tolle Schnitzelbänke, besinnliche Texte und jedes Jahr ein neuer Überraschungsgast. Mit dem Fasnachtsgottesdienst ist es gelungen, die unter die Haut gehende Seite der Fasnacht zu zeigen. Es gibt keinen Grund, weshalb Fasnacht und Kirche nicht zusammen gehören können. So wie die Kirche Perspektiven für ein erfülltes Leben zeigen will, kann die Fasnacht in ihrer Ventilfunktion helfen Sorgen und Nöte für drei Tage zu vergessen. In der Kirche wie an der Fasnacht können sich Menschen begegnen und näher kommen.

In diesem Jahr wird die Kirche zum Fasnachtshimmel. Was alles im Fasnachtshimmel möglich ist, ob ein Leben im Fasnachtshimmel besser ist, wie das Leben im Alltag, das alles wird im Fasnachtsgottesdienst angesprochen und vielleicht auch zu einem guten Ende geführt. Mit Piccoloklängen, mit Schnitzelbänken, mit Worten und Gesang wird die Fasnachtsgemeinde auf die drei schönsten Tage eingestimmt. Wieder dabei sind die Comité-Schnitzelbänke «Dootebainli» und «S Schunggebegräbnis», Pfeiferinnen und Trommler und die «Marble Bags». Zum ersten Mal wird Monika Hungerbühler durch den Gottesdienst führen und sich in der Kurzpredigt Gedanken zum Fasnachtshimmel machen. Und natürlich darf der Überraschungsgast nicht fehlen.

Was vor 15 Jahren mit Pfarrer Hansruedi Felix, Jürg Jösslin und dem leider viel zu früh verstorbenen Piccolovirtuosen Mark Kürsteiner begann ist eine gottesdienstliche Feier geworden, die zur Offenen Kirche Elisabethen gehört, wie der Glockenturm zur 150 Jahre alten Elisabethenkirche.

Mit dem Fasnachtsgottesdienst wird ein Raum geschaffen, der jeden und jede am Fasnachtstreiben teilhaben lässt. Wenn wir im Alltag das sein dürften, was wir an der Fasnacht mit Kostüm und Larve sein können – nämlich geliebt und akzeptiert, vielleicht auch schön und bewundernswert – dann wäre der Fasnachtshimmel das ganze Jahr offen.

Fasnachtsgottesdienst in der Offenen Kirche Elisabethen am Sonntag vor dem Morgenstreich, 9. März 2014, 10:30 Uhr. Nach dem Gottesdienst können beim Apéro Gedanken über das eben erlebte ausgetauscht werden.