S‘isch e Super Ystimmig uf d‘ Faasnacht gsee – s’zäänte «Frässerli» vom Peperoni.

26. Februar 2012 | Von | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Nach dem Prolog vom Peperoni der in diesem Jahr zum 25. Mal unterwegs sein wird, waren es die 5 Piccolo Virtuosen «Trou Bàloise» die mit dem «Glopfgaischt» schon einmal die musikalische Messlatte hoch steckten.
Gestärkt von der ersten Vorspeise brachte der Comité Bangg Heiri mit seiner Kuh und seinen lustigen Verrenkungen die Gäste so richtig in Stimmung. Sein Auftritt zu beschreiben geht nur wenn wir als kleines Müsterchen einer seiner Verse hier wiedergeben.

Wär bi dr Nationalbank schafft, isch Bängger wie dr Hildebrand.
Nochj ihm wir diider e Bängger Chaffbängger from Schwitzeland.
Das dr Neui kaini Stütz verschiebt, das könnet dr grad vergässe:
Oder kennet ihr e Metzger, wo kai Flaisch duet frässe?

Vor dem Überraschungsgast  wurden zwei delikate Süppchen serviert.
Und dann kam er oder besser gesagt sie – nämlich «dr Spatz vom Spalebärg» Colette Greder.  Dass sie nach den zwei fasnächtlichen Lieder «s’Ladärnli» und «in dr falsche Schlange» frenetischen Applaus bekam wird niemanden verwundern. Übrigens den Text der beiden Lieder schrieb Max Afflerbach und die Musik Arth Paul.
Nach der zweiten Vorspeise war es der Peperoni mit seinem Bangg, alle in neuen Kostümen, der zum Höhenflug mit seinen Versen auftrat. Dass der noch Polizeidirektor  Hanspeter Gass bei ihm sein Fett abbekommt ist so speziell, dass dies an der Fasnacht selbst angehört werden soll. Doch als Trost hier zwei seiner Verse die nicht weniger hör- und sehenswert sind.

In Dytschland han y gottvergässe
gschlemmeret – ytaliäänisch gässe.
mit Wyy us Spannie,Portugal, dr Wirt dä hett scho gstraalt
Verschwunde bin y denn franzeesisch: Y ha griechisch zaalt.

und:

Dä Sexunterricht im Kindergaarte
kenne d Binggis kuum erwarte.
Nur d Kindergärtnere het Mie, si wird grad dunggelroot.
Do maint dr Hansli: «Gän sys miir, ych zaigene wies goot».

Was danach kam war ebenfalls eine Spitzenleistung – und zwar aus der Küche. Ich mache Sie hier etwas gluschtig indem ich Ihnen den Hauptgang genauestens beschreibe, nämlich: e Kalbsgotlette us der Gotelettegroone mit Peperoni-Angge derzue Häärdepfel Anna, Mini Lauch und ere Sherrydomatte.

Kaum waren die Teller leer, schon erwartete uns der nächste Leckerbissen, nämlich der Singvogel, auch er ein Spitzenbangg vom Comité wie seine beiden Kollegen die bereits aufgetreten sind.
Wunderbar seine fein gedrechselten Verse, unter anderem über Plutonium. Auch hier wollte ich ein Müsterchen bringen, doch leider hat auch mich die Vergesslichkeit befallen, also «warte und loose» an der Fasnacht.

Der Wettsteinmarsch für auf den Heimweg

Esther Brühwiler, die umsichtige Direktorin vom Hotel Basel

Mike Bodenmüller, Chef de Cuisine präsentiert den Hauptgang

« die nei Basler Daagwach»

Es ruesst so scheen

Comité Bangg Singvogel

Wer erkennt ihn nicht auf dem Helge

Spitzen Bänggler Peperoni

Das Trio vom Comité Bangg Peperoni

Colette Greder begeisterte das Publikum

Colette Greder, der Spatz vom Spalenberg

Comité Bangg Heiri

Comité Bangg Heiri mit seiner Kuh

«Glopfgaischt» gepfiffen von den «Trou Bâloise»

Prolog vom Peperoni

Die nei Basler Daagwach von den beiden Doppelmeter vom DC getrommelt ein wahrer Ohrenschmaus, bevor für den Gaumen der Käseteller aufgetischt wurde. Und danach folgte der zweite grosse Höhepunkt des Abends, nämlich« 25 Joor Peperoni – My Wääg» Zur Melodie «I did it may way» ein Hit von Frank Sinatra – sang der Peperoni seine Gefühle über seine Fasnacht, natürlich auf Baseldeutsch und in Versform. Da kann ich nur sagen, Chapeau, tous mes compliments!

Erneut traten die 5 Piccolo Viruosen auf,  dieses mal mit dem Nunnefirzli.
Schöner kann man diesen Marsch wirklich nicht vortragen.
Und langsam neigte sich der Abend dem Ende zu, es folgte noch ein fantastisches Dessert der Epilog des unermüdlichen und charmanten Gastgebers Peperoni, dem Dank an die Hotel Basel Chefin Esther Brühwiler und ihre Crew und dann gegen Mitternacht beschloss der Wettsteinmarsch diesen unvergesslichen Abend.

Voll in  fasnächtlicher Stimmung gings nach Hause und in Gedanken versunken, mit Blick auf die Uhr sagten wir uns:  S’goht nimme lang in 27 Stund isch Morgestraich.