Christoph Bürgin ist neuer Comité-Obmann

20. Mai 2010 | Von

An seinem letzten Medieninformation als Comité-Obmann referierte Felix Rudolf von Rohr heute über drei Themen: den Abschluss des Comité-Jubiläums, über neuer Obmann und eine Statthalterin, drei neue Comité-Mitglieder sowie einen attraktiven neuen Spielort für das Drummeli.

100 Jahre – der Abschluss eines prächtigen Jubiläums

Fünf Projekte prägten das 100-Jahr-Jubiläum des Fasnachts-Comités: Eine «Box», bestehend aus Buch, DVD und CD, die bereits in zweiter Auflage auf dem Markt ist. Ein Sonderbriefmarken-Satz der Schweizerischen Post, der nicht nur für die Fasnacht, sondern auch für Basel Werbung macht. Die Ausstellung «Fasnacht & Kunst & Tinguely» im Tinguely-Museum, die am vergangenen Sonntag zu Ende ging. Der Schulhaus-Umzug am 11. Februar 2010, an dem 5000 Kinder mit selbst gebastelten Kostümen teilnahmen. Und zuguterletzt das Oevre «Milk and Honey» von George Gruntz, das noch bis 17. Juni im Theater Basel aufgeführt wird. Einmal mehr betonte Rudolf von Rohr, dass alle Projekte nicht aus dem Subventionstopf für die Fasnacht, sondern durch Gönner und Sponsoren finanziert wurden. Durch den Verkauf der Ueli-Noodle konnten den Cliquen sogar ein «Jubiläums-Bonus» von 10 Prozent ausgeschüttet werden.

Klangvolle neue Namen: Sarasin, Salathé und Kern

Die Amtszeit von Rudolf von Rohr endet am 18. Juni 2010. Zum neuen Obmann hat das Comité Christoph Bürgin gewählt. Er ist seit 1999 Mitglied des Gremiums und amtet seit 2003 als Statthalter. In dieser Zeit war er in den Resorts Strassenfasnacht, Plaketten und Drummeli mitverantwortlich. «Ich wurde im selben Jahr gewählt wie Corina Christen. Da sie die erste Frau im Comité war, haben alle nur über sie geschrieben – und ich ging vergessen», erzählt Bürgin schmunzelnd. Seit 1976 ist er als Pfeifer im Central Club Basel, seit vier Jahren in dessen Alter Garde. An seiner Stelle übernimmt Pia Inderbitzin die Aufgabe als Statthalterin. Sie ist seit 2000 Comité-Mitglied und dort zuständig für die Nachwuchsförderung. Seit 45 Jahren ist sie aktive Pfeiferin, zuerst in einer Jungen Garde, dann in diversen Gruppierungen und seit ein paar Jahren bei den «Déja Vü».

Die Statuten des Fasnachts-Comités kennen eine Amtszeitbeschränkung: Die Limitierung sieht 20 Jahre Mitgliedschaft respektive das 65. Altersjahr. Beide Kriterien können ausnahmsweise um höchstens zwei Jahre verlängert werden. Das hat zur Folge, dass auf den vorgenannten 18. Juni nicht weniger als drei Mitglieder zurücktreten: Neben Felix Rudolf von Rohr (Mitglied seit 1987) sind dies Urs Bucher und Georg Vischer (beide seit 1996). Als neue Mitglieder ergänzen das Fasnachts-Comité: Bruno Kern (Jahrgang 1958), Lehrer an der WBS auf dem Münsterhügel, seit 20 Jahren Pfeifer bei der J.B.-Clique Santihans und während zehn Jahren deren Obmann. Kern ist bereits seit mehreren Jahren Mitglied der Verkehrskommission des Fasnachts-Comités. Hinzu kommt die vom Schweizer Fernsehen bekannte Nicole Salathé (1965): Als Pfeiferin aufgewachsen in der Lälli Clique, später drei Jahre bei den Gääle Daggel, seither «wild» unterwegs. Der Dritte im Bunde: Alexander Sarasin (1964). Das fanächtliche Palmares des Biologen ist lang: Pfeifer bei den Schnoogekerzli (Junge Garde, Stamm, heute bei den «Unverwieschtlige Schnoogekerzli»), acht Jahre Obmann, Statthalter der EE Zunft zum Schlüssel, als aktiver Zofinger Mitwirkender bei mehreren «Conzärtli» (Darsteller und Prologist), Zeedeldichter und – quasi zur Abrundung – drei Jahre Schnitzelbänkler.

Drummeli: Rechtzeitiger Umzug «um die Ecke»

Abschliessend orientierte Adrian Kunz über die Zukunft des Drummeli. Der Neubau der Messe Basel hat zur Folge, dass der Grosse Festsaal, in dem das Drummeli seit 18 Jahren stattfindet, spätestens ab 2013 nicht mehr besteht. Daher hat sich das Fasnachts-Comité rechtzeitig nach einer Lösung umgeschaut. Nach sorgfältiger Evaluation kann nun ein neuer Vertrag mit der Messe Basel abgeschlossen werden, was zur Folge hat, dass bereits ab 2011 das Drummeli im Musical-Theater durchgeführt wird. Auf vielfachen Wunsch der Aktiven findet die Derniere bereits am Freitag statt. Die sieben Vorstellungen (drei weniger als bisher) finden also vom 26. Februar bis 4. März 2011 statt. Die Bühne bietet mehr technische Möglichkeiten als im Grossen Festsaal, was einen infrastrukturellen Aufstieg bedeutet. Im Saal und Balkon gibt es Theater-Bestuhlung – alle 1500 Plätze bieten frontalen Blick auf die Bühne. Dazu kommt ein groszügiges Foyer.