BSG geht an Land

26. September 2007 | Von | Kategorie: Nachrichten

Vor rund zehn Jahren hatten es die Mitglieder der BSG satt, am «Schlussoobe» in einem riesigen und meist nicht sehr stimmungsvollen Saal aufzutreten. Der Vorstand wurde beauftragt, eine neue Lösung zu suchen. Gefunden wurde diese im Kontakt mit dem damaligen Hafendirektor René Hardmeier: Die BSG zügelte auf die Schiffe der Basler Personenschiffahrts-Gesellschaft (BPG).

Bis und mit 2007 fand der Ausklang der Bänggler-Fasnacht jeweils auf den BPG-Schiffen statt. In den letzten drei Jahren sei die Zusammenarbeit aber zunehmend schwieriger geworden, erklärt Rolf Schmid, Schlussoobe-Verantwortlicher der BSG, gegenüber Basler Fasnacht Online. Zum einen lag dies daran, dass der BPG nach dem Verkauf der «Stadt Basel» nicht mehr genügend Schiffsraum zur Verfügung stand, um die Platzbedürfnisse der BSG zu erfüllen. Dies wurde zwar durch Chartern von Schiffen von Drittfirmen ausgeglichen, was aber die Einnahmen der BPG schmälerte. Zum anderen – so Schmid – habe mit dem Wechsel in der Chefetage der BPG auch spürbar das Interesse an diesem fasnächtlichen Anlass nachgelassen. Der Entschluss der Bänggler, die Zusammenarbeit zu beenden, sei denn auch mit kaum versteckter Erleichterung aufgenommen worden.

Möglich wurde der Wechsel dank erfolgreichen Verhandlungen der BSG mit der Rasser-Familie, die den Fasnächtlern auch preislich entgegenkam. So kann nun der Schlussoobe in den stimmungsvollen Räumlichkeiten des Theaters am Spalenberg stattfinden. Unverändert bleibt das Datum: Der Samstag in der Fasnachtswoche. Und es wird auch weiterhin die beiden Alternativen geben, den Schlussoobe «trocken» oder mit Speis und Trank zu geniessen.

132 Gäste werden im Kaisersaal Platz finden, wo das Prgramm mit einem Dreigang-Menu verbunden wird. Der Gesamtpreis liegt hier bei 78 Franken. Im Tabourettli kann man sich «flüssig» verpflegen, hier kostet der Eintritt 43 Franken, wobei 150 Plätze zur Verfügung stehen. Im Fauteuil schliesslich stehen die 221 Plätze in Theaterbestuhlung zur Verfügung, was die Konsumationen auf die Pausen beschränkt. Dafür sind die Plätze mit 40 Franken hier am günstigsten.

Beim Programm will man das Rad nicht neu erfinden: Die Formationen der BSG bringen ihre besten Verse zum Vortrag, dazu gibt es ein fasnächtliches Rahmenprogramm. Erstmals wieder Programmteil wird eine «Gugge» sein, was auf den Schiffen wegen der Hellhörigkeit der Räumlichkeiten nicht machbar war.

Die neue Idee der Durchführung scheint vorab bei den Mitgliedern gut anzukommen. Laut BSG-Präsidentin Bettina Carpanetti sei das Projekt an der Mitgliederversammlung Mitte September geradezu euphorisch aufgenommen worden. Auch sei ohne bisherige Werbung schon fast ein Drittel der gut 500 Plätze verkauft. Es empfehle sich deshalb – so Carpanetti – schnell zu reagieren, da der Anlass wohl noch vor Jahresende ausverkauft sein dürfte.