Kinder-Charivari 2007: Geheimnisvolle «Dumpfe» bedrohen die Fasnacht

10. Januar 2007 | Von | Kategorie: Nachrichten

«Hanna und dr dumpfi Fluech», so heisst die Geschichte, welche Roland Suter (touche ma bouche) für das 32. Kinder-Charivari geschrieben hat. Dass es sich um eine geheimnisvolle und spannende Geschichte handelt, das verrät schon der Untertitel: «Ein Vorfasnachtsstück nach Harry Potter für Kinder und Erwachsene, zum Lachen, Mitfiebern und Nachdenken». Kein Wunder schwärmen schon vor der Première am 10. Februar Obmann Tobit Schäfer und der musikalische Leiter Beery Batschelet davon, dass Suters Stück «die Fasnacht nicht einseitig wertet, sondern deren ganzen Facettenreichtum wiederspiegelt».

Auch wenn die Hauptfigur Hanna bereits 14 Jahre alt ist, so durfte sie doch noch nie an die Basler Fasnacht gehen. Da sie beim Klang einer Trommel immer seltsame Zuckungen bekommt finden ihre Pflegeeltern, sie habe dort nichts zu suchen. Dass es sich aber dabei um eine besondere Fasnachtsbegabung handelt wir ihr erst klar als Angelo auftaucht. Er sagt ihr, dass sie in das FHBB, das Fasnachts-Hochhaus beider Basel aufgenommen wird. Dabei handelt es sich um eine eigenartige Schule, in welche nur Kinder aufgenommen werden, welche die Fasnacht auf eine besondere Art pflegen, entweder cool oder wild. Nach diesen Kriterien werden sie auch in zwei Klassen eingeteilt: Die Coolen, welche normale, traditionsbewusste Fasnacht machen, und die Wilden, welche immer wieder neue Ideen einbringen – «wie etwa die Schyssdräggziigli oder früher die Kuttlebutzer», schwärmt Batschelet.

Doch über der Schule hängt ein dunkler Schatten. Denn die Dumpfen versuchen, die Macht über die Fasnacht zu erlangen, sie zu bändigen und zu reglementieren. Sie sind es auch, welche Hannas Eltern umbrachten, weil diese die Fasnacht vor der bösen Macht beschützen wollten. Und nun kann nur noch Hanna die Fasnacht retten. Aber wird es ihr auch tatsächlich gelingen die Dumpfen zu besiegen?

Neben Vithuri Anandakrishnan, Miriam Cohn, Justine Haizmann, Cynthia Mira, Nadine Roth, sowie Cédrik Arpagaus, Jeffrey Buser, Silvio Fumagalli, Yves Geng, Timon Haizmann, Robin Nidecker und Reinhard Stehle spielen Schüler der Klasse 4b des Isaak-Iselin-Schulhauses. Für schräge Töne sorgt die Guggemuusig Leuezygli. Speziell freut sich Batschelet auf die Zusammenarbeit mit der Naarebaschi Jungi Garde & Binggis. Für sie hat er den «Arabi» aufgeschlüsselt und neu komponiert. So entstand der «Narrarabaschi». Und mit seinen beiden Märschen «Lumpesammler» und «Summervogel» entführen sie die Zuhörer «in die Fasnacht von Übermorgen». Regie führt Ruth Widmer, assistiert von Salome Oppliger und Tiziana Sarro. Bühnenbild und Illustrationen stammen – wie allewyyl – von Christoph Knöll, die Videos von Medienfalle Basel.

Da die vier Vorstellungen in den letzten Jahren immer ausverkauft waren findet dieses Jahr eine fünfte Vorstellung am Sonntagnachmittag statt. «Dieser Erfolg war nur durch die langjährige, grosszügige Unterstützung des Hauptsponsors Migros Kulturprozent möglich», erklärte Schäfer abschliessend.